Artikel 10

X

Vorerst: Ich werde wenn möglich ab sofort mindestens einen Artikel pro Woche veröffentlichen, vorzugsweise am Wochenende, das heißt am Sonntag Nachmittag 😉

Auf Wunsch einer Leserin mal wieder einen Artikel über ein bestimmtes Thema:

Für uns ist es ganz normal morgens mal nen Kaffee zu trinken.

Und noch einen.

Und noch einen.

Ist ja eigentlich nicht weiter schlimm.

Mittags essen wir dann (jedenfalls manchmal)

eine Vorspeise, ein Hauptgericht und hey…

wenn wir wollen vielleicht sogar einen Nachtisch.

Abends sieht das ungefähr gleich aus…

Heutzutage beschweren sich die Leute nur noch wenn ihr

Handyakku leergeht, Flüchtlinge die deutsche Rasse bedrohen ( das war Sarkasmus ).

Ja… wir Deutschen sterben aus. ( Allein die Aussage klingt rassistisch. )

Aber das liegt einfach daran dass die Geburtenrate viel zu niedrig ist,

da ist das „deutsche“ Volk ja wohl selber schuld?

Okay… das war genug Off-Topic.

Unser Konsum, der Konsum in der westlichen Welt, der Konsum in Europa

ist alles andere als… „nachhaltig“.

Genauso wenig gibt es in Europa einen europäischen Geist der uns alle verbindet, es gibt auch keinen europäischen Zusammenhalt.

Der Euro verbindet uns.

Und unser übermäßiger Konsum.

Jedenfalls in den meisten wohlhabenderen Ländern, den Industriestaaten.

Als krasser Gegensatz dient hier jetzt mal [beliebiges Entwicklungsland einfügen].

Hier ist das nicht so toll mit dem Konsum.

Die Leute in dem Land [Land von oben] bekommen nicht jeden Tag was zu essen.

Und das finden die nicht so toll.

Und glaub mir, das muss wesentlich schlimmer sein als ein leerer Handyakku.

Jedenfalls ein bisschen.

Und so Armut gibt es sogar in Deutschland.

Also…

wenn ihr das nächstes Mal einen Menschen seht welcher auf der Straße wohnt,

welcher arm ist…

Seit doch mal ein guter Mensch.

Ladet ihn auf einen Kaffee ein.

Oder gebt ihm wenigstens einen Euro.

Viele werden jetzt denken…

Ach, der ist bestimmt selber schuld dass er/sie auf der Straße lebt!

Dem brauch ich nicht zu helfen!

Also wenn du einem Menschen nur nicht hilfst weil du DENKST dass

er selber schuld ist… und Menschen keine Fehler

machen dürfen…

dann bist du wahrscheinlich einfach nur eine gottverdammte, egoistische Person…

die nie einen Fehler macht.

Meinen Respekt an alle die anderen Menschen helfen.

Ohne irgendeinen Grund 🙂

Danke!

Over and out.

Artikel 9

IX

 

Stelle dir vor,

ein Computer könnte jedes Problem lösen…

Du sagst dem Computer was das Problem ist, und der Computer rechnet jedes mögliche

Lösungsszenario aus und stellt dir dann das beste vor.

Das klingt doch erstmal ziemlich gut.

Und war richtig gut.

Aber was passiert wenn du dem Computer jetzt die Aufgabe gibst das Problem

mit der Überbevölkerung zu lösen?

Was würde ein Computer tun?

Wahrscheinlich würde einer der Lösungsvorschläge lauten:

„Töte die Schwächsten, sodass nur die Stärksten überleben.“

Das ist jetzt nicht das was man wirklich haben will.

Aber… kann ein Computer denn Moralempfinden haben?

Eher nicht.

Sowas könnte durch die Roboter-Gesetze von Asimov verhindert werden.

  1. Die Robotergesetze lauten:
  2. 1. Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  3. 2. Ein Roboter muss den Befehlen der Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
  4. 3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieses nicht dem ersten oder zweiten Gesetz widerspricht.

Fraglich ist nur wie man so etwas implementieren will…

Nehmen wir an es ist möglich so etwas zu implementieren.

Nehmen wir es einfach mal an.

Gibt es nicht unendlich Lösungsmöglichkeiten für ein Problem?

Beispiel:

Ein Junge möchte von zu Hause zu seiner Eisdiele laufen.

Eine Lösungsmöglichkeit wäre, wahrscheinlich wäre das auch die beste…

einfach den kürzesten Weg zu nehmen.

Er könnte aber auch anstatt den kürzesten Weg zu nehmen einfach in die falsche Richtung gehen,

einmal über den Atlantik… um die ganze Welt!

Irgendwann würde er ankommen.

Eine von unendlichen Lösungsmöglichkeiten.

Es müsste eine Grenze geben, ein Limit an variablen Lösungsmöglichkeiten.

Und wer legt die fest?

Der Mensch.

Schlussendlich muss auch wer das Programm schreiben welches die ganzen Lösungen findet

und nach bestimmten Faktoren bewertet,

welches sich die ganzen Informationen besorgt…

So viel.

So unglaublich komplex.

Es ist sicher möglich ein Programm zu schreiben welches Lösungen findet.

Computer machen nämlich keine Fehler.

Sie sind perfekt.

Menschen machen Fehler.

<br>

Und Menschen machen Computer.

Und Fehler können wir uns nicht leisten.

Nicht noch mehr.

Over and Out.

Artikel 8

Die älteren Artikel findest du alle im Archiv.

Ich freue mich über Themenvorschläge an think.of@web.de

VIII

Satire ist wundervoll.

Sie zeigt Probleme auf. Regt Leute zum Denken an.

Aber darf Satire alles?

Kurt Tucholsky wurde diese Frage auch gestellt. Seine Antwort war ja.

Und ich möchte heute zeigen warum Satire wirklich alles darf.

Satire soll Missstände aufzeigen.

Satire übertreibt, Satire vergleicht.

Der Postillion hat erst letztens einen Artikel veröffentlicht welcher von einigen Leuten heftig kritisiert wurde.

Der Artikel hatte sich auf den wirklich schrecklichen Vorfall in Österreich bezogen

wo man 71 tote Flüchtlinge in einem LWK gefunden hatte ( Hier geht es zum Ticker von Focus zu diesem Thema )

Der Postillion hatte geschrieben man hätte den LKW  (mit den Flüchtlingen ) im Ozean versenkt.

Das alles wieder okay wäre.

Das fanden einige Personen ( auch auf Facebook ) alles andere als okay.

kommentar1.png Bild entfernt.

( Ich habe die Person natürlich zensiert.)

Menschen die sich darüber beschweren dass Satire schlichtweg zu weit geht haben den Sinn nicht ganz verstanden.

Was ist denn Satire?

Satire soll auf Missstände aufmerksam machen.

Manche Menschen wollen nicht sehen was es für Probleme gibt.

Wollen nicht die Wasserleichen sehen, welche verwest am Strand liegen.

Das will keiner.

Satire ist oft lustig.

Aber Satire hat auch immer einen Hintergedanken.

Beim Postillion war es eben jener:

Es ertrinken bei gekenterten Flüchtlingsbooten weit mehr

Flüchtlinge als 71.

Sobald sowas aber auf dem Festland passiert ( oder wie?! )

interessiert es plötzlich Leute…

Deshalb:

Die toten Flüchtlingen da versenken wo es den Leuten passt.

kommentar2.png  Bild entfernt.

„Satire soll der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten.

Wenn einem nicht gefällt was man sieht, ist das nicht die Schuld der Satire“

( Kommentar aus Facebook )

Der Gesellschaft einen Spiegel vorhalten.

Genau das ist die Aufgabe von Satire.

Satire darf alles.

Wirklich alles.

Und wenn ihr sowas nicht sehen wollt…

Tut mir leid.

Ich lege außerdem allen Lesern die Sendung von Jan Böhmenmann ans Herz,

Neo Magazin Royale

Tut mir leid dass eine Weile lang kein Artikel kam.

Ein Artikel von Jonathan Fritz