Artikel 48

Hallo, und willkommen zum 48 Artikel auf Brainfuck.Eigentlich sollte das ja der 50. Artikel werden. Ich hatte mir vorgenommen über das Jahr 50 Artikel zu veröffentlichen.

Habe ich leider nicht geschafft 🙁

Ich möchte ihn diesem Artikel darüber schreiben, wie es mir geholfen hat und wie es mir ging, ein Jahr lang über meine Gedanken und meine Lebenseinstellung zu schreiben. Fangen wir aber ganz vorne an.

Brainfuck hat am 25. Juli 2015 den ersten Artikel veröffentlicht.

Damals hieß das ganze nur nicht Brainfuck, sondern think.of-Project.

Der Name ist dann aber zu Brainfuck gewechselt. Warum?

Nun, Brainfuck ist eine komplexe Programmiersprache, welche aus relativ wenigen Zeichen besteht.

Ziemlich kompliziert. Ich gehe jetzt erstmal nicht weiter darauf ein.

Zudem ist Brainfuck natürlich ein Begriff, der benutzt wird um verwirrende oder abstrakte Dinge zu beschreiben.

Oder meine Gedanken, die manchmal ja auch etwas wirr sind 😉

Anfangs war Brainfuck sehr aktiv, aber mit der Zeit habe ich schlichtweg die Lust daran verloren, immer über all die schlechten Dinge zu schreiben.

Über das böse auf der Welt. Immer nur das gleiche. 

Brainfuck ist natürlich auch philosophisch gewesen und hat Themen in diesen Bereichen behandelt…

Aber ich habe zu oft über politische Dinge geschrieben.

Auch auf philosophische Leserwünsche bin ich eingegangen. Ich habe über den Sinn des Lebens für mich geschrieben. Über paradoxe Situationen. Über das falsche Weihnachten.
Aber das ist lange her.

Brainfuck ist immer mehr zu einer Plattform geworden, wo ich meine politischen Gedanken verbreitet habe.

Das fand ich nicht gut.

Ich wollte eigentlich unabhängig sein.

Oft habe ich manche Themen sehr ausführlich und sachlich behandelt… manchmal war ich nicht so sachlich.

Ich bin nunmal nicht perfekt.
Nachdem ich festgestellt hatte, dass auf Brainfuck selten philosopische Dinge kommen, habe ich beschlossen die politischen Beiträge wegzulassen.

Dann wurde es ruhiger um meinen Blog, während die Weltpolitik immer lauter wurde.

In einem Jahr ist so viel passiert.

Es gab sehr viele politische und gesellschaftliche schwierige Situationen, es gab unter anderem auch den Brexit, über den ich sehr gerne geschrieben hätte.

Habe ich aber nicht.

Warum?

Weil ich nicht unabhängig schreiben würde. Ich selbst sehe keinen Sinn darin aus der EU auszutreten oder so etwas zu wollen, aber kann ich das für andere Länder beurteilen?

Wahrscheinlich nicht.

Ich wäre nicht neutral genug gewesen, und so habe ich einfach das Thema in Ruhe gelassen.

Es war mir zu politisch, um darüber auf meinem Blog zu schreiben, der anfangs NUR für Philosophie gedacht war.

Ab und zu kamen Beiträge.

Der letzte ging um gewinnen und verlieren. Der erste ging darüber, nachzudenken. Über alles. Dinge zu hinterfragen.

Und ich hinterfrage, ob Brainfuck seinen Sinn verfehlt hat.

Politik, Politik, Politik und Politik.

Ich wollte neutral und unabhängig sein.

Von allen Perspektiven betrachten.

Habe ich manchmal nicht geschafft, und meine Meinung… die bleibt.

Brainfuck hat sein Ziel verfehlt, wie ich finde.
Dieser Beitrag soll selbstkritisch werden.

Er soll aufzeigen, wo die Probleme von Brainfuck liegen.

Brainfuck war immer ein Ort, wo ich meine Gedanken aufschreiben konnte wenn ich über etwas gerätselt habe.

Dutzende Beiträge blieben unveröffentlicht oder wurden gelöscht.

Oft genug habe ich mir kurz vor dem Posten gedacht, dass ich das nicht posten will. Zu politisch. Oder ich hatte über das Thema schon gesprochen.
Ich möchte aber ehrlich sein.

Manchmal hatte ich schlichtweg keine Lust, über irgendwelche Ereignisse oder Fragestellungen zu schreiben… Weil sie mir egal waren oder ich sie langweilig fand.

Es mag sein, dass ich politisch schwierige Themen lieber ignoriert habe.

Ich wollte aber über Politik sowieso nicht schreiben. Und ich werde die Beiträge nicht veröffentlichen.

Man soll nicht auf Brainfuck kommen und erstmal einen politischen Beitrag sehen.

Der einen nicht interessiert.

Man soll auf Brainfuck kommen und nachdenken.
Das hat nicht immer geklappt.

Ehrlich gesagt, bin ich oft durch politische Themen auf philosopische Fragestellungen gekommen.

Somit waren viele philosopische Beiträge indirekt politisch.

Nicht gut.

Gar nicht gut.
Vor ein paar Monaten habe ich die Motivation verloren, philosopische Themen zu behandeln. Mir sind keine Fragestellungen mehr eingefallen.

Aber es kam noch ein anderes Hindernis:
Noscio.
Noscio ist ein Wunsch, der sich nach langer, langer Zeit endlich durchsetzen konnte. Ich kann entwickeln und Dinge für Menschen tun, die ich mit Brainfuck nie hätte tun können.

Brainfuck war im Vergleich zu meinen Programmen unglaublich langwierig.

Programmieren bat mir die Möglichkeit, aus tausenden Zeilen von Code Dinge zu entwickeln, die Menschen tagtäglich begleiten.

Ich habe Dutzende Male mehr Code geschrieben als ich auf Brainfuck Beiträge geschrieben habe.

Ich hatte Brainfuck aber immer im Hinterkopf.

Dann habe ich eine App für Brainfuck entwickelt. Ich hoffte, dass mich das motivieren würde wieder etwas auf Brainfuck zu veröffentlichen.

Geschrieben hatte ich.

Zwei Beiträge.

Ich löschte sie wieder.

Brainfuck wurde immer mehr zu Last, wöchentliche Veröffentlichungen und regelmäßige Aktualisierungen.

Nach einer Weile schrieb ich keine Beiträge mehr auf Brainfuck.

Nicht ein Wort.
Ab und zu kamen Artikel.

Unregelmäßig.

Sehr unregelmäßig.

Dann kamen keine Artikel mehr.

Bis jetzt.
Hallo, hier bin ich wieder.

Danke für ein Jahr Brainfuck, 48 Beiträge und viele tausend Wörter.

Danke für tausende Seitenaufrufe, danke für so viel Inspiration.

Danke dass du das liest.

In nächster Zeit werden, höchstwahrscheinlich vorallem politisch und ein paar philosopische Beiträge kommen.

Und in einem Jahr sehen wir, ob politische Beiträge besser sind als philosopische.

Brainfuck ist wieder da. Mehr inaktiv als aktiv. Aber wieder da.

Ich freue mich auf weitere Dutzende Beiträge die ich euch vorführen darf.
Bis bald 
Over and Out

Artikel 47

Hallo,

und willkommen zum 47. Artikel auf brainfuck.
Ich möchte heute über Gewinnen und Verlieren schreiben.
Inspiriert wurde ich hierbei durch die tolle Rede von Frank Thelen,
welcher beim StartUpTeens.de Event in Berlin am 30 Juni war.

Meine Erfahrung dort

 

Kurz vor der Preisverleihung, alle waren extrem angespannt, hielt Frank Thelen nämlich eine Rede, welche mich sehr zum Nachdenken anregte.

Er erzählte, wir hätten Macht. Wir könnten mit unseren Ideen die Welt verändern.

Und er hat auch klar in den Raum gestellt was Gewinner von Verlierern unterscheidet:

Wisst ihr was der Unterschied zwischen den Gewinnern und den Verlieren ist? Wir stehen wieder auf.

Ich fand es schade, dass es keine (mir bekannte ) komplette Aufzeichnung der Rede gibt, da ich sie sehr gut fand.

Ich hatte nach der Rede leider keine Möglichkeit mit ihm zu reden, was ich sehr schade fand.

Dann begann auch die Preisverleihung.
Wir landeten auf dem 2. Platz, wir waren zufrieden damit.

Ich fand es aber schade anzusehen, wie einige Teams komplett demotiviert waren und auch auf Zurede meinten, sie würden ihr Projekt einstellen.

Das fand ich sehr schade.

Ein Projekt aufgeben weil man keine finanzielle Förderung und Mentoren erhält? So ein Quatsch!

Uns war klar, dass wir unser Projekt weiterführen werden, egal ob wir gewinnen oder nicht.

Und genau das meinte Frank Thelen.
Wer aufgibt hat schon lange verloren!

Ich hoffe, dass dieser Beitrag ein paar Teams erreicht, welche nicht auf dem 1. Platz waren.
Von jedem Team von dem ich wusste, was sie vorhatten war ich begeistert.

Ihr dürft nicht aufgeben, weil man in einem Wettbewerb verliert!
Ihr habt euch gegen 100te andere Teilnehmer durchgesetzt!

Ihr habt es bis ins Finale geschafft weil es Menschen gibt, die an eure Idee glauben. An euch! An euer Team!
Und genau deswegen dürft ihr nicht aufhören.

Ich hoffe wirklich, dass dieser Artikel ein, zwei bestimmte Teams erreicht.
Danke fürs Lesen!

Over and Out!

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