Wer braucht schon politischen Diskurs, wenn er Demokratie hat? – Artikel 60

Im Bezug auf aktuelle Ereignisse habe ich mich entschieden, (m)eine Meinung zu äußern, welche einigen meiner Leser wahrscheinlich nicht gefallen wird.
Um ein wenig genauer zu sein:

Liebe Demokraten, liebe Mitbürger.

Was seid ihr für Menschen? Was wollt ihr für Zeichen setzen?
Es ist antidemokratisch, Meinungen zu verbieten.
Eure Freude über das Verbot zeigt, wie wenig Toleranz ihr doch habt.
Eure Angst vor Diskussionen mit Andersdenkenden zeigt, wie viel Angst ihr vor anderen Meinungen habt. Ihr wisst nichts über die Materie. Viele folgen blind irgendwelche Halbwahrheiten!
Politik ist auf einmal im Trend. Jeder hat eine Meinung! Wie wunderbar, könnte man jetzt denken: Doch mit euren fehlgeleiteten geforderten Verboten von demokratischen Parteien oder dem verzerren von Zitaten, welche in einem eindeutigen Kontext stehen, zeigt ihr nur eure Unfähigkeit und euren Realitätsverlust!
Die Demokratie ist etwas wunderbares.
Doch ihr macht sie kaputt. Ihr widersprecht euch selbst, ihr wollt alle Meinungen und alle Menschen tolerieren, aber mit AFD-Anhängern redet ihr nicht!
Ihr spaltet die Lager! Wie soll man denn Lösungen finden, wenn man nicht diskutiert?

Es bringt mich zum Verzweifeln, dass ihr es nicht auf die Reihe bringt, eine richtige Diskussion zu führen. Es demotiviert mich auch in meiner Schreiblust.
Wenn ein Artikel sich nicht über Trump oder die AFD lustig macht, klickt er dann überhaupt?

Mal sehen.
Dieser Artikel geht gegen euch, gegen diese Menschen, die meinen, sie seien Demokraten, wenn sie jetzt alle AFDler von der Facebook-Freundesliste entfernen. Aber auch gegen diese Menschen, die die Meinungsfreiheit einschränken wollen oder sogar eine demokratische Partei verbieten wollen.
Die AFD ist mir auch ein Dorn im Auge, aber was wäre eine Demokratie ohne Opposition? Sie wäre sicherlich keine Demokratie, sondern eher ein System, welches sich mit einem Namen brüstet, welches es nicht verdient hat.

Ich kann euch eure Meinungen nicht verbieten.
Und nein, das will ich auch gar nicht. Ich möchte mit euch in Diskurs treten und zeigen was falsch läuft. Und auch wenn euch das nicht gefällt:
Andere Menschen habe eine andere Meinung.
Wenn ihr diese nicht in Ordnung findet, diskutiert.
Und wenn ihr euch als Einheit einig seid, dass eine Meinung nicht in Ordnung ist, wie es jetzt der Fall ist, dann ist es sinnvoller zu protestieren.

Macht es nicht wie Erdogan.
Demonstriert und nutzt eure Rechte. Zeigt diesen Ministern, was die Idee von Meinungsfreiheit bewegen kann. Versammelt euch und protestiert!

Setzt endlich ein Zeichen! Aber zensiert nicht.

Und bedenkt:
Das lässt sich nahezu auf jede Situation anwenden.

In Liebe,
euer brainfuck

Over and Out.

Artikel 57 – Kritik an der Unendlichkeit

Unendlichkeit

Das Gedankenexperiment des unendlich tippenden Affen scheint mir ein passender Einstieg in die Vorstellung der Unendlichkeit zu sein: Ein Affe tippt, mehr oder weniger zufällig, irgendeinen Buchstaben auf einer Schreibmaschine. Und das unendlich oft.

So entsteht eine jede mögliche Textabfolge. Um es klarzustellen: Jeder beliebiger Text wird von diesem Affen getippt. Um die Unendlichkeit noch besser aufzuzeigen, wird jede Variation eines jeden Texte von dem Affen unendlich oft getippt.

Mit diesem Experiment möchte man zeigen, dass die Unendlichkeit etwas ist, was ewig andauert.

Aber gibt es Dinge, die unendlich sind?

Manche Menschen behaupten, es gäbe unendlich viele Paralleluniversen.

Oder das Universum ist unendlich groß.

Zumindest beim letzten bin ich mir sicher, dass es nicht stimmt: Wenn man nun alle wissenschaftliche Fakten missachtet, welche die Unendlichkeit des Universums belegen, so kann man durch einfachen Blick in den Himmel beweisen, dass das Universum nicht unendlich ist.

So müsste ja, wenn das Universum unendlich groß ist (und es somit auch keinen Urknall gab) das Universum auch schon unendlich lange existieren. So müsste, nach der Logik der Unendlichkeit nach auch unser Sternenhimmel unendlich gefüllt mit Sternen sein, er müsste deutlich gefüllter sein.

Ist er aber nicht. Weil das Universum noch nicht lange existiert und auch nicht unendlich ist.

Unendlichkeit wird oft in einem Kontext genutzt, in welchem dann durch die Unendlichkeit schamlos übertrieben wird.

Aber was ist Unendlichkeit? Kann sie überhaupt existieren?

Ist eine Unendlichkeit überhaupt theoretisch möglich?

Unendlichkeit ist ewig, unendlich lange und eine unendliche Menge an Informationen.
Das sind abstrakte Werte. So ist die für die Unendlichkeit auch die Zeit nicht unbedingt relevant,
diese ist nämlich nicht nur nicht unendlich, sondern relativ.
Zeit hat auch begonnen und wird auch wieder enden. 

Gibt es die Möglichkeit, Unendlichkeit festzustellen?

Wenn sich die Sache, welche unendlich ist, unregelmäßig ändert, so muss die Sache jeden möglichen Zustand annehmen, und das unendlich oft. Die Sache ist auch unendlich oft in unendlich verschiedenen Reihenfolgen aller möglichen Zustände.

Kann so etwas existieren?

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Das Universum ist groß – Aber nicht unendlich!

Das Universum, das ist nicht unendlich.

Gibt es unendlich viele Paralleluniversen?

Dann müsste es unendlich viele verschiedene Paralleluniversen geben, was zu unendlich vielen verschiedenen Zuständen führt. Zu jedem möglichen Zustand.

Wenn wir jetzt sogar annehmen, dass in unendlich vielen Paralleluniversen das Reisen in andere Paralleluniversen möglich ist, so ist es unendlich unwahrscheinlich, dass es irgendwie möglich ist, in andere Universen zu reisen oder mit ihnen zu kommunizieren.

Denn sonst würde das dauernd passieren.

Dem Gesetz der Unendlichkeit ist alles jederzeit unendlich oft in unendlich verschiedenen Variationen möglich. Also:

Entweder sind Paralleluniversen nicht existent, oder man wird niemals eines besuchen können.

Oder sie sind nicht unendlich.

Was aber wirklich unendlich ist, sind die Zahlen.
So gibt es immer eine größere Zahl. Doch sind Zahlen doch sehr regelmäßig.
Interessant ist die unregelmäßige Unendlichkeit, welche keinem exakten Muster folgt. Ob die Zahl Pi einem Muster folgt, ist ungewiss. Jedoch lässt sich dort auch jedes Geburtsdatum und jede beliebige Reihenfolge finden.

Allerdings sind Zahlen nur eine Erfindung des Menschen, um die Welt besser abbilden zu können – somit sind Zahlen nicht real. Gibt es Unendlichkeit? Gibt es etwas, was unendlich ist und in der Realität besteht?

Gibt es Dinge, welche keine Gedankenexperimente sind und trotzdem unregelmäßig unendlich sind?

Ich möchte etwas näher die unregelmäßige Unendlichkeit definieren.

Sie ist als solche unregelmäßig, dass sie ihren Zustand verändert und mehr als einen Zustand haben kann. So ist die Zahl 1 zwar regelmäßig unendlich, da an ihr unendlich viele Nullstellen sind. Diese unregelmäßige Unendlichkeit ist erstmal uninteressant, schließlich zeigen sie keine Veränderung. Vielleicht ist Pi auch nicht wirklich unendlich lange! Die unregelmäßige Unendlichkeit hat kein Muster. Es mag zwar Muster geben, welche unregelmäßig scheinen, jedoch nicht unregelmäßig sind.

So mag es unendlich viele Primzahlen geben, jedoch ist diese Unendlichkeit nur augenscheinlich unregelmäßig. Es gibt sicher eine Formel zum Berechnen von Primzahlen, wir haben sie nur zum Glück noch nicht entdeckt. Primzahlen sind übrigens unter anderem für sichere Verschlüsselungen notwendig.

Unendlichkeit existiert nicht in der realen Welt, nicht in der Natur.

Unendlichkeit ist eine Erfindung der Menschen, weil manche Dinge unser Verständnis einfach sprengen. Wir sind nicht fähig, die nahezu unendliche Komplexität der realen Welt zu erfassen.

Denn der Mensch ist genauso vergänglich wie alles was wir bauen und erreichen. So wird die Menschheit ausgelöscht werden, so wie alles.
Denn nichts ist ewig.
Man kann aus etwas endlichen nichts unendliches erschaffen.

Nichts ist unendlich.

Over and Out.

Ende des ersten Teil des Textes über Unendlichkeit – mehr folgt

Artikel 56 – Dear Mr. President…

Hallo und willkommen zum 56. Artikel!

Donald Trump ist Präsident der USA!
Kaum jemand hatte erwartet, dass so etwas passieren würde.

Nun ist es aber geschehen.

Ich denke über die genauen Fakten muss ich hier keine Einleitung geben, das Wahlsystem ist in den USA einfach nicht direkt demokratisch und die Kandidaten sind und waren beide mit Verlaub – alles andere, aber nicht das Gelbe vom Ei.
Wirklich sowas von überhaupt nicht das Gelbe.
Darüber muss man sich gar nicht streiten!
Jetzt hat die USA einen Populisten als Präsidenten.

Shit happens.
Nachdem Bernie Sanders raus war, war es ja offensichtlich dass die Wahl nur scheiße laufen kann.
Der Wahlkampf war hässlich, das Gesagte auch.
Hass ist schließlich immer hässlich.
Trump verbreitete während dem Wahlkampf Hass in der Bevölkerung und machte Aussagen, welcher kein vernünftiger Mensch unterstützen sollte.

Positiv denken.
Ich möchte euch aber daran erinnern, dass Clinton nicht gut war und Clinton eben auch suboptimal ist. Diese Wahl war die Wahl zwischen zwei Idioten.
Zwischen Pest und Cholera.
Zwischen dumm und dümmer.

wenn es Menschen wie Trump und Clinton soweit in der Politik bringen, ist Amerika wirklich ein Land der unbegrenzten (Un)Möglichkeiten.

 

Wir werden die nächsten Jahre viel zu lachen haben, so viel steht fest.
Ob wir nun aus Verzweiflung, Wut oder aus Hilflosigkeit lachen
oder einfach nur weil das tolle demokratische System versagt hat.

Es ist doch egal! Das Volk Amerikas hat entschieden.
Zwar in Amerikas Wahlsystem, aber dennoch war es eine Volksentscheidung.

Meinen größten Respekt an Trump.
Die Medien sind/waren gegen ihn, weil er nur dumme Sprüche von sich gibt.
Alle sind gegen ihn.
Und trotzdem hat er es irgendwie geschafft!
Der Kapitalismus den Kapitalisten!

Was für eine Scheiße.
Macht es nächstes Mal besser, liebe Amerikaner.
Ich werde in nächster Zeit öfter Artikel dazu schreiben.

Over and Out!

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FOTO: REUTERS

Ein Brief an Julian Reichelt – Artikel 55

Lieber Julian Reichelt,

Bomben sind immer schlecht.

Egal was Sie sagen.

Wissen Sie, es ist auch immer schlecht Menschen zu töten.

Sie reden in ihrem Artikel, welchen Sie am 26.10.16 veröffentlicht haben von

dem Satz „Es gibt nicht gute und böse Bomben“

Und Sie widersprechen ihm.

Sie halten, auch auf Twitter fest, dass es „Gute und Böse Bomben“ gibt.

Ich muss ihnen eindeutig widersprechen.

Egal, es ist vollkommen egal wie Sie die Situation sehen und es existiert für diese

offensichtliche Tatsache auch kein verwertbares Gegenargument:

Die Bomben, welche sie in Ihrem Artikel beschreiben sind dafür gemacht zu töten.

Und Mord ist nie etwas Gutes.

Sie können nicht einen vermeintlichen IS-Bunker bombardieren, weil sie denken

dass dort nur IS-Kämpfer sind.

Welche im Übrigen trotz allen Menschen sind, welche manipuliert worden sind

oder gezwungen werden, für eine Sache zu kämpfen, welche genauso falsch

ist wie ihre Meinung dass es gute Bomben gibt.

Ich berufe mich auf Artikel 6 und Artikel 7, sowie auch die Artikel 8,10 und 11 der allgemeinen Menschenrechte.

Ich verteidige hier keine IS-Kämpfer, sondern Menschen.

Sie gehen sogar so weit, jeden der Ihnen nicht zustimmt als „radikal“ zu bezeichnen.

Ich bin anderer Meinung als Sie.

Bin ich gemein mit Radikalen, wenn ich mich auf die Menschenrechte berufe?

Ich akzeptiere Ihre Meinung.

Allerdings halte ich Bomben, Bomben um zu töten für grundsätzlich falsch.

Töten ist immer falsch.

Bomben bringen Menschen dazu, aus Angst zum IS überzulaufen.

Aus Verzweiflung.

Bomben töten und Bomben vernichten.

Ich finde nicht, dass es Ihnen zusteht, so etwas mit einem einfachen Satz zu beurteilen.

Mit dieser Basis können Sie sich vielleicht ein Urteil über den Satz bilden,

aber sicherlich nicht über die Lage in Syrien.

Und jeder der die Bomben wirft, trägt für mich Mitschuld an der Flüchtlingskrise und den vielen hunderttausenden Toten, welche weltweit an den Folgen des IS leiden und eben

vor allem in Syrien.

Danke fürs Lesen.

  • Brainfuck

Link zu dem Artikel: http://www.bild.de/politik/ausland/mossul/es-gibt-gute-und-boese-bomben-48465954.bild.html